Förderung über das Qualifizierungschancengesetz

Seit 1. Januar 2019 ist es in Kraft, das Qualifizierungschancengesetz. Kernelement des Gesetzes ist die Förderung von beruflichen Qualifizierungen, um Arbeitnehmer*innen und Unternehmen für die Anforderungen des sich wandelnden Arbeitsmarktes im Zuge der Digitalisierung zu stärken. Hierfür hat der Gesetzgeber die Bedingungen gegenüber vorherigen Förderprogrammen deutlich verbessert, sodass mehr Arbeitnehmer die Möglichkeit erhalten sollen, sich weiterzubilden. Über die konkreten Fördermöglichkeiten berät die zuständige Agentur für Arbeit.  

Wichtiger Hinweis: Bei der Einordnung Ihres Unternehmens ist zu beachten, dass Teilzeitkräfte auch nur anteilig als Mitarbeiter bewertet werden, z. B. bei 30 Stunden/Woche mit 0,75. So kann es sein, dass Sie auch mit mehr als 10 Angestellten als Kleinstunternehmen in den Genuss der 100 %-igen Förderung der Weiterbildungskosten kommen können. Weitere wesentliche Regelungen, die das Gesetz vorsieht (§ 82 SGB III), kurz zusammengefasst:

  • Die Weiterbildung muss über die erforderlichen Fähig- und Fertigkeiten des aktuellen Arbeitsplatzes hinausgehen und es darf sich nicht um eine verpflichtende Schulung handeln.
  • Eine abgeschlossene Berufsausbildung wie auch eine nach diesen Regelungen geförderte Weiterbildung muss mindestens 4 Jahre zurückliegen.
  • Die Qualifizierung muss von einem externen, für die Förderung zugelassenen Bildungsanbieter durchgeführt werden und einen Umfang von mehr als 160 Stunden haben.

  

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat unter folgenden Link einen Erklärfilm zur Qualifizierungsoffensive und den inhaltlichen Bausteinen des Gesetzes zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung veröffentlicht:

Link Erklärfilm